Als Buch erhältlich:

Ulrich Stoll
Einmal Freiheit und zurück
Die Geschichte der DDR-Rückkehrer


Das Durchleuchtungsheim in Röntgental. Erschütternde Schick- sale aus einem geteilten Land. Ab September 2009 im Handel.
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Zu Beginn der 1950er Jahre errichtete die DDR an den Grenzübergangsstellen spezielle Baracken für Zuziehende und Rückkehrer, die sogenannten Aufnahmestellen, in denen Volkspolizei, Abteilung Inneres der Bezirke oder Kreise sowie die Staatssicherheit (MfS) die Neuankömmlinge überprüften und vorübergehend von der Außenwelt abschotteten. Ab 1958 baute die DDR das System der Rückkehrerheime aus, da der SED-Staat mit Bundeswehrdeserteuren und weiteren Westdeutschen rechnete, die die DDR dem westdeutschen Staat vorziehen würden.

Da nach dem Mauerbau 1961 immer weniger Menschen in die DDR zogen, wurde das Lagersystem auf drei Zentrale Aufnahmeheime (ZAH) in Barby (Bezirk Magdeburg), Eisenberg-Saasa (Bezirk Gera) und Molkenberg bei Fürstenwalde (Bezirk Frankfurt/Oder) reduziert. Ab 1979 gab es nur noch das ZAH Röntgental bei Berlin (Bezirk Frankfurt/Oder). Nach der Entlassung aus dem ZAH wurden die Rückkehrer und Zuzieher in Bezirksheimen weiter von der Staatssicherheit überwacht. In Heimen wie in Berlin-Blankenfelde gab es im Gegensatz zum ZAH-Aufenthalt eine Ausgangserlaubnis. Die galt jedoch meist nur für den Weg zum Arbeitsplatz. Die Rückkehrer mussten die Nacht im Heim verbringen und durften nicht in andere Regionen der DDR reisen. Vom Bezirksaufnahmeheim auf dem Gebiet der Revierförsterei Blankenfelde sind ein Dienstgebäude, das Hauptgebäude mit Wache und Speisesaal und eine Unterkunftsbaracke als Ruinen erhalten.

Fotogalerie Bezirksaufnahmeheim Berlin-Blankenfelde:

Eingangstor.
Wachgebäude mit Speisesaal. Unterkunftsbaracke für Rückkehrer.
Wache. Dienstgebäude. Unterkunftsbaracke.
 
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