Als Buch erhältlich:

Ulrich Stoll
Einmal Freiheit und zurück
Die Geschichte der DDR-Rückkehrer


Das Durchleuchtungsheim in Röntgental. Erschütternde Schick- sale aus einem geteilten Land. Ab September 2009 im Handel.
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„Einmal Freiheit und zurück“

Am 15. August 1988 umstellen DDR-Grenzsoldaten mit gezogenen Waffen das Auto von Alwin Ziel. Der Jurist kehrt an diesem Tag nach vier Monaten Aufenthalt in der Bundesrepublik zurück in die DDR, aber nicht freiwillig.

Nach seiner Flucht in den Westen sind alle Versuche gescheitert, Frau und Kinder nachzuholen. Seine Frau wird zum Verhör in ein Frauengefängnis gebracht. Ihr wird angedroht, dass ihre Kinder in ein Heim kommen. Sie bricht zusammen.

Alwin Ziel erfährt von den Drohungen ugnd entscheidet sich, seine Familie zu schützen. Er gibt die Freiheit auf und kehrt zurück. Doch er darf nicht zur Familie fahren. Wie alle Rückkehrer muss er einen wochenlangen Zwangsaufenthalt im „Zentralen Aufnahmeheim“ Röntgental durchstehen.

Der SED-Staat versucht gezielt, DDR-Flüchtlinge mit sogenannten „Rückgewinnungsmaßnahmen“ zurückzuholen. Dabei ist der DDR-Regierung jedes Mittel recht. Die, die zurückkehren, werden, sobald sie wieder hinter Mauer und Stacheldraht sind, massiv unter Druck gesetzt. Man beschimpft sie als Verräter, obwohl ihnen zuvor Straffreiheit zugesichert wurde. Man lässt sie im Unklaren darüber, was mit ihnen passieren wird. Nur eines ist sicher: die Staatssicherheit hat sie in der Hand. Einige Rückkehrer sollen nun selbst für den DDR-Geheimdienst und die Propagandamaschinerie der DDR arbeiten. Sie sollen überall erzählen, wie trostlos das Leben im Westen in Wirklichkeit sei, um ausreisewillige DDR-Bürger dazu zu bringen, Ihre Ausreiseanträge zurückzuziehen.

Im Mittelpunkt des Filmes stehen die Lebensumstände der Rückkehrer im Aufnahmeheim Röntgental, einem Ort, dessen Existenz in der DDR verschwiegen wird. Zeitzeugen berichten, wie sie durch wochenlange Vernehmungen zermürbt wurden. Die Ungewissheit, mit der sie im Heim leben müssen, setzt sie unter psychischen Druck. Unter den Rückkehrern hat das MfS Spitzel platziert, die die unfreiwilligen Insassen aushorchen. Einige halten die unerträgliche Atmosphäre in Röntgental nicht aus. Es kommt zu mehreren Selbstmordversuchen.

Der Film erzählt die Geschichten mehrerer DDR-Rückkehrer, die aus Angst um ihre Familien oder aus Furcht vor der Staatssicherheit die Freiheit im Westen für ein Leben in der DDR wieder aufgeben.

Vincent Television / ZDF-Arte 2008, 52 min.
Autoren: Bettina Renner und Ulrich Stoll
Kamera: Jan Kerhart

Sendetermin: 18. Oktober 2009, 23.30 Uhr im ZDF
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Foto-Galerie:

Rückkehrer Andreas Mäder (Peter Fabers)
wird von DDR-Grenzern (Christian Winkler, Horst-Dieter Storck) abgeführt.
DDR-Rückkehrer Alwin Ziel (Christian Ebert) bei der Grenzkontrolle.
Kameramann Jan Kerhart dreht die Vernehmung
des Rückkehrers Horst Geißler (Peter Tabatt).
DDR-Grenzer (Mario Jonko) Verhör in Röntgental: Ein Vernehmer setzt
Horst Geißler ( Peter Tabatt) unter Druck.
Treffpunkt konspirative Wohnung: Stasi-Spitzel
Bernd Kellermann ( Ronald Schramm) wird von seinem Führungsoffizier (Gisbert Merkel) auf den Einsatz im Rückkehrerheim vorbereitet.
Dreharbeiten in der MfS-Gedenkstätte
Normannenstraße: Wachhäuschen mit
Volkspolizisten.
Lichtmeister Dirk Wehmeyer richtet
eine Szene mit Rückkehrer Alwin
Ziel (Christian Ebert) ein.
Ton- und Kameraassistent Björn
Schubert dreht mit dem Kamerakran
die Zollbaracke in Röntgental.
 
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