Als Buch erhältlich:

Ulrich Stoll
Einmal Freiheit und zurück
Die Geschichte der DDR-Rückkehrer


Das Durchleuchtungsheim in Röntgental. Erschütternde Schick- sale aus einem geteilten Land. Ab September 2009 im Handel.
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Einmal Freiheit und zurück - Die Geschichte der DDR-Rückkehrer PDF Drucken E-Mail

Was bringt einen Menschen dazu, die Freiheit aufzugeben und in die DDR zurückzukehren – hinter Mauer und Stacheldraht? Alwin Ziel, DDR-Flüchtling und nach der Wende Innenminister in Brandenburg, hat genau das getan. 1988 war Ziel von einem Verwandtenbesuch im Westen nicht zurückgekehrt und hatte versucht, seine Familie nachzuholen. Doch die DDR-Behörden verschleppten seine Frau ins Gefängnis und drohten ihr, die beiden Söhne in einem Kinderheim großzuziehen.

„Dass dann ein System einsetzte, um die Familie förmlich zu zertreten, damit hatte ich nicht gerechnet“, erinnert sich Alwin Ziel. Der spätere SPD-Politiker war einer von wenigen hundert DDR-Flüchtlingen und Übersiedlern, die pro Jahr in die DDR zogen. Über 60mal so viele DDR-Bürger stellten Ausreiseanträge, um in den Westen zu gelangen.

Die DDR-Behörden versprachen den sogenannten Republikflüchtlingen, die in den SED-Staat zurückkehren wollten Straffreiheit.

„Mit Blumen wird man Sie nicht empfangen“ , teilte die Ständige Vertretung der DDR in Bonn dem Rückkehrwilligen Andreas Mäder mit, der in Hamburg lebte. „Es war eine Standardformel, damit man glauben sollte, es würde glimpflich abgehen“, erklärt Mäder.
Doch das war eine Lüge. Die Rückkehrer wurden statt zu ihren Familien an einen unbekannten Ort gebracht: Im Aufnahmeheim Röntgental bei Berlin hielt die Staatssicherheit die Rückkehrer wochenlang fest und ließ sie über ihre Zukunft im Ungewissen. Hier sollten sie ihre Flucht bereuen, wurden in regelmäßigen Verhören gerade zu gedemütigt.
Es kam zu mehreren Selbstmordversuchen und Selbsttötungen in Röntgental. Alwin Ziel war Augenzeuge, als ein Rückkehrer sich dort vom Balkon stürzte. Die Geschichte der Menschen, die aus der Freiheit in die DDR zurückkehrten, ist ein nahezu unbekanntes Kapitel der deutsch-deutschen Geschichte. Es wird im Buch „Einmal Freiheit und zurück“ und im gleichnamigen Film von Arte und ZDF erstmals erzählt.

Kontakt Ulrich Stoll: Diese E-Mail-Adresse ist gegen Spambots geschützt! JavaScript muss aktiviert werden, damit sie angezeigt werden kann.

Zollbaracke des Zentralen Aufnahmeheims
Röntgental
 
Rückschlag für ZAH-Gedenkstätte PDF Drucken E-Mail

Der Versuch der Arbeitsgemeinschaft ZAH, die letzte erhaltene Baracke des Aufnahmeheims in Röntgental zu mieten, um sie als Gedenkort auszubauen und vor dem weiteren Verfall zu schützen, ist vorerst gescheitert. Das historische Gebäude, die frühere Zollbaracke des ZAH, gehört einer insolventen Altenpflegegesellschaft. Wie der Insolvenzverwalter jetzt mitteilte, ist er zu einer langfristigen Vermietung an den Gedenkverein nicht bereit. Die Arbeitsgruppe ZAH plant für den Herbst 2011 eine Ausstellung über die Geschichte des ZAH in der Gemeinde Panketal. Der Ausstellungsort ist noch unklar.

Haus 2, die ehemalige Zollbaracke des ZAH.
Hier wurde das Gepäck der DDR-Rückkehrer und -zuzieher kontrolliert.

 
Herbst 2011: Erinnerung an das ZAH PDF Drucken E-Mail

Die von Bürgern Zepernicks gegründete bestehende Arbeitsgemeinschaft ZAH plant für den Herbst 2011 eine erste Ausstellung über das Zentralen Aufnahmeheim und verschiedene Veranstaltungen, mit denen an die Geschichte des ZAH  und den erfolgreichen Kampf des Zepernicker Bürgerkomitees für ein Feierabendheim erinnert werden soll. Für die Texttafeln werden weiterhin Fotos gesucht, die Zepernicker Bürger in der Wendezeit 1989/90 von den Ereignissen rund um das ZAH gefertigt haben. Wer in der AG ZAH mitarbeiten möchte, kann über diese Seite den Kontakt aufnehmen.
Die Ausstellung kann voraussichtlich nicht in den Räumen des ehemaligen ZAH aufgebaut werden. Das verbliebene historische Barackengebäude 2, das dringend gesichert und saniert werden müsste,  kann noch nicht für eine künftige Dauerausstellung vorbereitet werden. Das Gebäude unterliegt derzeit der Insolvenzverwaltung.
Das Zentrale Aufnahmeheim der DDR wurde im April 1979 in Betrieb genommen. Im Dezember 1989 erzwang das Zepernicker Bürgerkomitee die Übergabe des Geländes und die Umwandlung des ZAH in ein  Altenheim.

 
Terroristen in Röntgental? PDF Drucken E-Mail

Wiederholt haben Publizisten und Historiker behauptet, die Aussteiger der „Roten Armee Fraktion“ (RAF) seien im Zentralen Aufnahmeheim (ZAH) in Röntgental von der Stasi versteckt worden. Ein Irrtum, der auf gefälschten Stasi-Akten und einem missverstandenen Interview basiert.

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Eine Infotafel in Röntgental PDF Drucken E-Mail

Erfolgreiche Initiative für eine Erinnerungstafel: Die Gemeindevertretung Panketal hat am 26.10.2009 beschlossen, am früheren Zentralen Aufnahmeheim (ZAH) eine Informationstafel anzubringen, die an die in Röntgental von 1979 bis 1989 von der Staatssicherheit der DDR festgesetzten Übersiedler und Rückkehrer erinnern soll. Mehr.

 
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